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Camper lackieren mit MIPA Protector – Schritt-für-Schritt Anleitung für Wohnmobile & Transporter

 

Warum MIPA Protector für Ihren Camper?

Der MIPA Protector ist eine robuste 2K-Strukturbeschichtung – vergleichbar mit dem bekannten Raptor-Lack – und die ideale Wahl für Camper, Wohnmobile und Transporter. Die Beschichtung schützt zuverlässig gegen Witterung, UV-Strahlung, Steinschlag und mechanische Beanspruchung. Dabei lässt sich der MIPA Protector individuell in nahezu jeder RAL-Farbe abtönen und sorgt so für einen professionellen, robusten Look.

Für wen ist diese Anleitung geeignet?

Diese Schritt-für-Schritt Anleitung richtet sich sowohl an erfahrene Heimwerker als auch an Werkstätten, die ihren Camper oder Transporter komplett neu lackieren möchten. Grundkenntnisse im Lackieren sind von Vorteil, aber kein Muss – mit der richtigen Vorbereitung und unserer Anleitung gelingt die Beschichtung auch ohne Profi-Erfahrung.

Das Ergebnis: Eine gleichmäßige, strukturierte Oberfläche die jahrelang hält – und das zu einem Bruchteil der Kosten einer professionellen Werkstatt-Lackierung.

Schritt-für-Schritt Anleitung für die professionelle Strukturbeschichtung Ihres Campers, Wohnmobils, Transporters oder Vans – für Heimwerker und Werkstätten.

ca. 1-2 Tage  |  15 Schritte  |  Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene

Checkliste: Benötigte Materialien

+ MIPA Protector Lack + Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
+ Exzenterschleifer + Schleifpapier P120 & P240
+ Softschleifpapier P240 + Rotes Schleifvlies
+ Spachtelmasse + Flexibler Spachtel + Japanspachtel + Heizluftfön
+ Streifenklebeband + Professionelles Abdeckpapier
+ Silikonentferner + Einmaltücher + Druckluft
+ Epoxy Grundierung + Lackierpistole (2,5 mm Düse)
+ Optional: 2K-Acrylverdünnung  

Phase 1 – Vorbereitung

  1

Abkleben

Scheiben, Griffe & Zierleisten schützen

Scheiben, Griffe und alle Flächen, die nicht lackiert werden sollen, sorgfältig mit Streifenklebeband abkleben. Aufgeklebte Schriftzüge oder Verzierungen vorsichtig mit einem Japanspachtel und einem Heizluftfön ablösen – langsam und mit wenig Hitze arbeiten, damit die Unterfläche nicht beschädigt wird.

Tipp: Qualitätsklebeband lohnt sich – billiges Band kann Lack ziehen oder Rückstände hinterlassen.

Empfohlene Produkte

Streifenklebeband & Abdeckpapier
  2

Spachteln

Dellen & Unebenheiten ausbessern

Vorhandene Dellen und Unebenheiten mit Spachtelmasse und einem flexiblen Spachtel kurz ausspachteln. Nach vollständigem Trocknen die Spachtelstellen mit P120 grob, dann mit P240 fein plan schleifen, bis die Fläche glatt ist.

Achtung: Nicht zu viel Spachtelmasse auf einmal auftragen – dünne Schichten trocknen gleichmäßiger und haften besser.

Empfohlene Produkte

Spachtelmasse MIPASchleifpapier P120 & P240
  3

Schleifen (Flächen)

Altlack mit Exzenter und P240 aufrauen

Den gesamten Altlack flächig mit dem Exzenterschleifer und Körnung P240 anschleifen. Das schafft die nötige Haftung für den MIPA Protector. Gleichmäßige, überlappende Bahnen fahren und keine Stelle auslassen.

Tipp: Den Exzenter nicht zu stark andrücken – das Eigengewicht des Geräts reicht. So vermeiden Sie Schleifspuren und Überhitzung des Lacks.

Empfohlene Produkte

Schleifpapier P240
  4

Schleifen (Ecken & Kanten)

Schwer erreichbare Stellen von Hand bearbeiten

Ecken, Kanten und schwer zugängliche Stellen, die der Exzenter nicht erreicht, mit Softschleifpapier P240 und rotem Schleifvlies von Hand schleifen. Besonderes Augenmerk auf Türfalze, Radläufe und Dachübergänge legen.

Empfohlene Produkte

Softschleifpapier P240Rotes Schleifvlies
  5

Demontieren (optional)

Bauteile für bessere Bearbeitung ausbauen

Bei Bedarf einzelne Bauteile wie Kühlergrill, Stoßstange oder Spiegel demontieren und separat bearbeiten. Das ermöglicht sauberere Übergänge und eine vollständige Beschichtung auch in Hinterschneidungen.

Tipp: Schrauben und Kleinteile in beschrifteten Tüten aufbewahren – so geht beim Zusammenbau nichts verloren.

Phase 2 – Reinigung & Grundierung

  6

Zwischenreinigung

Schleifstaub und Silikone entfernen

Das Fahrzeug gründlich mit Druckluft abblasen, um losen Schleifstaub zu entfernen. Anschließend alle Flächen mit Silikonentferner und sauberen Einmaltüchern wischen – immer in eine Richtung arbeiten, nicht kreisförmig, und Tücher nach jeder Bahn frisch nehmen.

Achtung: Silikonentferner ist unverzichtbar – selbst unsichtbare Fett- und Silikonstellen führen zu Lackstörungen (Fischaugen). Nie überspringen!

Empfohlene Produkte

MIPA SilikonentfernerEinmaltücher
  7

Gesamtes Fahrzeug abkleben

Vollständige Abdeckung vor der Lackierung

Jetzt das gesamte Fahrzeug – ob Camper, Wohnmobil oder Transporter – sorgfältig mit Streifenklebeband und professionellem Abdeckpapier vollständig abkleben. Reifen, Unterboden, Glas und Gummiprofile müssen komplett abgedeckt sein.

  8

Grundieren

Durchschliffe mit Epoxy Grundierung absichern

Stellen, an denen beim Schleifen der Altlack vollständig durchgeschliffen wurde und blankes Metall sichtbar ist, mit Epoxy Grundierung grundieren. Das verhindert Korrosion und sorgt für optimale Haftung des Protector-Lacks.

Tipp: Epoxy Grundierung hat eine sehr gute Korrosionsschutzwirkung – ideal für Fahrzeuge, die dauerhaft Witterung ausgesetzt sind.

Empfohlene Produkte

MIPA Epoxy GrundierfillerMIPA EP 100-20 Epoxy
  9

Grundierung trocknen lassen

Ausreichend Trockenzeit einhalten

Die Epoxy Grundierung vollständig trocknen lassen, bevor weitergearbeitet wird. Bei Raumtemperatur (20°C) in der Regel 30-60 Minuten – Herstellerangaben auf dem Gebinde beachten.

  10

Finale Reinigung

Letzte Reinigung in der Lackierkabine

Finale Reinigung des Fahrzeugs in der Lackierkabine – erst wenn die PSA bereits angelegt ist. Nochmals mit Silikonentferner und frischen Einmaltüchern alle zu lackierenden Flächen abwischen. Ab jetzt nur noch mit sauberen Handschuhen anfassen.

Achtung: PSA umfasst mindestens: Atemschutzmaske (FFP2 oder Lackiermaske), Schutzbrille, Einwegoverall und Handschuhe.

Phase 3 – Lackierung

  11

Reihenfolge planen

Lackierplan vor dem ersten Spritzgang festlegen

Vor dem Lackieren die Reihenfolge der Flächen festlegen. Der MIPA Protector beginnt bereits anzuziehen, während der Rest lackiert wird. Deshalb eine möglichst unauffällige Abschluss- und Ansatzstelle wählen, z.B. an einer hinteren Kante.

Tipp: Typische Reihenfolge: Dach – Seiten – Front – Heck.
  12

1. Gang MIPA Protector auftragen

Deckend mit 2,5 mm Düse lackieren

Den ersten Gang MIPA Protector deckend auftragen. Mit einer Lackierpistole mit 2,5 mm Düse in gleichmäßigen, langen Bewegungen arbeiten – überlappende Bahnen zu ca. 50 % überdecken. Weit in bereits lackierte Bereiche hineinarbeiten, um raue Übergänge zu vermeiden. Auf dem Dach reicht ein Gang.

Achtung: Kabine kühler halten – ein vorzeitiges Anziehen des Lacks führt zu ungleichmäßiger Oberfläche. Temperatur unter 20°C anstreben.

Empfohlene Produkte

MIPA Protector Set SchwarzMIPA Protector Set tönbarMIPA Protector inkl. HärterMIPA Protector tönbar 750 ml
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2. Gang MIPA Protector auftragen

Diagonal & mit mehr Abstand für die Struktur

Den zweiten Gang MIPA Protector mit mehr Abstand zur Fläche, weniger Luftdruck und diagonal zur Zugrichtung des ersten Gangs auftragen. Dieser Gang erzeugt mehr Struktur auf der Oberfläche und kaschiert gleichzeitig Streifenbildungen des ersten Gangs.

Tipp: Je größer der Abstand und je weniger Druck, desto gröber wird die Struktur. Vorher an einem Probeblech testen!

Phase 4 – Abschluss

  14

Lack trocknen lassen

Ausreichend Aushärtezeit vor dem Entkleben

Den MIPA Protector vollständig trocknen lassen, bevor die Abklebung entfernt wird. Zu frühes Entkleben kann die noch weiche Lackschicht beschädigen.

Tipp: Bei 20°C ist MIPA Protector nach ca. 30-60 Minuten überlackierbar, vollständig ausgehärtet nach 7 Tagen.
  15

Abklebung entfernen – Fertig!

Das Ergebnis enthüllen

Das Abdeckpapier und das Klebeband sorgfältig unter einem flachen Winkel abziehen. Am besten entfernen, solange der Lack noch leicht warm ist – das erleichtert das Ablösen.

Ergebnis: Ihr Camper, Wohnmobil oder Van hat jetzt eine robuste MIPA Protector Oberfläche – geschützt gegen Witterung, Kratzer und UV-Strahlung.

Projekt erfolgreich abgeschlossen!

Herzlichen Glückwunsch – Ihr Camper bzw. Wohnmobil ist jetzt fertig lackiert.
Bei Fragen stehen wir Ihnen bei LACKundFARBE24.de gerne zur Verfügung.

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